Gottesdienste am Vorabend von Weihnachten und Theophanie

Aufgrund der geringen Anzahl an Priestern, die für die Kathedrale derzeit zur Verfügung stehen, werden statt der geplanten Gottesdienste zu Weihnachten und Theophanie die Gottesdienste jeweils am Vorabend gehalten, also am 6.1., dem Vorabend von Weihnachten, der in Bayern ein Feiertag ist, sowie am 17./18. Januar, dem Vorabend von Theophanie. Näheres: siehe Gottesdienstplan

 

Gesprächskreis zur orthodoxen Dogmatik

Am Sonntag, den 26.12.2021 findet in der Kathedralkirche der Russischen Neumärtyrer und Bekenner Russlands das nächste Gespräch mit Metropolit Mark zur orthodoxen Glaubenslehre (Dogmatik) statt. 

Beginn: 19:30; Ort: Lincolnstr. 58, Gemeindesaal (eigener Eingang)

 

Gedenken des hl. Märtyrers Anastasios von Epirus und des ehrwürdigen Daniel (18.11./1.12.)

Der heilige Anastasios lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es begab sich, dass er einmal zur Ernte aufbrach mit seiner Schwester und anderen Christen aus dem Dorf Paramythia in Epirus. Unterwegs begegnete ihnen ein Trupp berittener Muslime, angeführt von Musa, dem Sohn des örtlichen Pascha. Ergriffen von der Schönheit der Schwester Anastasios‘, entflammte Musa von Leidenschaft und wollte sie entführen. Aber Anastasios stürzte sich mutig auf die Türken und gab seiner Schwester auf diese Weise Zeit zu fliehen. Den Musa und seine Gefährten verjagten die Christen. Daraufhin führten die Türken vor dem Pascha Beschwerde. Der befahl, Anastasios zu verhaften und versuchte, den Heiligen zum Übertritt zum Islam zu bewegen, als er seines Mutes gewahr wurde. Aber keine Drohungen, keine Schläge, keine Haft, noch das Versprechen von Würden und Ehren vermochten den Glauben des jungen Menschen zu erschüttern.

Tief beeindruckt von der Standhaftigkeit des Anastasios, wollte Musa mehr über den Glauben erfahren, der den Christen eine Kraft verleiht, wie sie keine weltliche Gewalt gibt, und machte sich insgeheim zum Ort seiner Verbannung auf. In der Minute, als der Gefängniswächter die Tür öffnete, sah Musa neben dem Gefangenen zwei junge Männer, von denen ein Glanz ausging, aber sobald er eintrat, waren sie verschwunden. Auf sein Nachforschen hin entgegnete Anastasios, dass dies Schutzengel wären, die die Christen beschützten und ihnen besonders in den Prüfungen beistünden, die sie aus Liebe zu Christus zu bestehen hätten. Er erklärte Musa auch, warum sich Christen mit solcher Leichtigkeit von weltlichem Genuss lossagen und alle Qualen ertragen, in der Hoffnung auf die ewige Seligkeit. Das Herz des Muslims ward von Gnade erfüllt, und er warf sich dem Märtyrer zu Füßen und flehte ihn an, ihn zu den Christen hinzuzuzählen. Anastasios bat ihn jedoch noch etwas zu warten, da der Vater Musas die Christen jener Gegend möglicherweise verfolgen würde, wenn er von der Bekehrung seines Sohnes erführe. Einige Tage später, am 18. November des Jahres 1750, wurde Anastasios auf den Befehl des Pascha hin enthauptet, der nicht wusste, dass sein eigener Sohn von nun an ein heimlicher Christ geworden war.

Gleich darauf brach der Pascha in ein benachbartes Dorf auf, um bei einer Hochzeit gegenwärtig zu sein. Aus diesem Anlass begab sich Musa zum Grab des heiligen Märtyrers, um ihn zu verehren. Dort sah er Anastasios, von Glanz umgeben. Der Heilige rief Musa dazu auf, Christus nachzufolgen. Von einem Engel geführt reiste der junge Mann auf den Peloponnes, wo er geistliches Kind eines Altvaters und Asketen wurde, der ihn in den Geheimnissen des Glaubens und des asketischen Lebens unterwies. Danach fuhr Musa nach Patras und schiffte sich nach Venedig ein, um dort die heilige Taufe zu empfangen, ohne wegen der Türken bangen zu müssen. Nachdem er bei der Taufe den Namen Dimitrios erhalten hatte, nahm er in einem Kloster auf der Insel Korfu die monastische Lebensweise mit dem Namen Daniel an. Aber die asketischen Mühen stillten nicht seinen Durst, Christus in allem nachzufolgen, und so zog er nach Konstantinopel, um seinen Lebensweg mit der Annahme das Martyriums würdig zu beschließen. Jedoch brachten ihn die Christen vor Ort davon ab, den Tod freiwillig auf sich zu nehmen, da sie befürchteten, die übrigen Gläubigen könnten dadurch Verfolgungen ausgesetzt werden. Daraufhin kehrte der ehrwürdige Daniel nach Korfu zurück, wo er eine Kirche zu Ehren des heiligen Anastasios gründete. Dort entschlief der Heilige friedlich zum Herrn.  (Aus den Heiligenleben der Orthodoxen Kirche, Moskau 2011. Eigene Übersetzung)

Auf die Gebete Deiner Heiligen,

Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser.

Amen.

 

Biblische Gespräche

Am Fest „Schutz und Schirm der Gottesmutter“, Donnerstag, den 14.10. um 18:30 Uhr beginnen von Neuem die biblischen Gespräche, die von 2017-2020 regelmäßig als eine Veranstaltung der orthodoxen Pfarrkonferenz München in der Salvatorkirche stattgefunden haben.

Die einzelnen Termine und Themen sind unter der Rubrik „Biblische Gespräche“ auf dieser Seite ersichtlich.

Der neue Veranstaltungsort ist die Siluankapelle, mit der wir weiterhin über einen Ort im Zentrum verfügen, der gut erreichbar ist (7 Min. zu Fuß vom Hauptbahnhof). Es empfiehlt sich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen, da die öffentlichen Parkplätze zu Geschäftszeiten meist belegt sind.

Adresse: Paul-Heyse-Str. 19, Rückgebäude. Die Kapelle befindet sich im Souterrain und ist über eine Außentreppe zu erreichen.

 

Am Gedenktag der Ikone d. Allerheiligsten Gottesmutter von Wladimir setzt die Apostel-Thomas Gemeinde das Gebet in der Siluankapelle fort.

Der heilige Siluan vom Berg Athos (+1939), dem die Kapelle gewidmet ist

Am Mittwoch, den 8.9. um 19:00 Uhr beten wir das erste Mal den Akathystos-Hymnus zur Gottesmutter in der Siluankapelle, die unsere Gemeinde von der Rumänisch-orthodoxen Metropolie übernommen hat.  Weiterhin wird die Siluankapelle Ort vieler Veranstaltungen und Gottesdienste sein, die zur Verbreitung des orthodoxen Glaubens in unserer Stadt beitragen sollen.

Unser Vorgänger, die rumänische Gemeinde mit Bischof Sofian, freut sich darüber, dass der Raum, der ihnen über 16 Jahre hinweg täglich als Gebetsstätte gedient hat, auch weiterhin eine orthodoxe Kirche bleibt – diesmal für eine deutschsprachige Gemeinde.

Biblische Gespräche, Chorproben, Treffen für die Jugend, Religionsunterricht und Erwachsenenkatechese, all das wird in der Siluankapelle neben der gottesdienstlichen Nutzung stattfinden können. Die sonntäglichen Gottesdienste in der Erzengel-Michael Kirche bleiben davon unberührt, ebenso die Frühliturgie in deutscher Sprache in der Kathedralkirche des hl. Nikolaus u.d. Neumärtyrer Russlands.

P. Thomas Diez

 

Ehrwürdiger Simeon von Daibabe, Montenegro, † 1.4.1941

                                                  Zu seinem 80. Todestag

Der ehrwürdige Simeon wurde in Zetine, der früheren Hauptstadt des Montenegro im Jahr 1854 geboren. Ungewöhnlich für diese Zeit, erhielt er als Stipendiat der Russischen Orthodoxen Kirche seine Ausbildung an den Kiewer Geistlichen Schulen. Danach widmete er sich dem Studium der Philosophie an der Sorbonne in Paris und hörte Vorlesungen an einem evangelischen Seminar in Genf, um mit den geistigen Strömungen der damaligen westlichen Welt bekannt zu werden. Nachdem er im Kiewer Höhlenkloster zum Mönch geschoren worden war und eine Zeitlang das Russland der Zarenzeit bereist hatte, kehrte er im Alter 34 Jahren in den Montenegro zurück.

Als Mönch des berühmten Klosters von Ostrog besuchte ihn einst Petko Isevič, ein armer Bauer aus dem Dorf Daibabe. Petko berichtete ihm von einer Vision, in der er einen in goldgestickte Gewänder gekleideten Mann mit einer Kopfbedeckung gesehen habe, auf der ein Kreuz abgebildet war. Dieser Mann hatte zu ihm gesagt: „Ich bin kein böser Geist, wie du denkst. Ich bin ein Heiliger, aber man hat mich hier vor den Türken vergraben. Ich war Bischof in dieser Gegend und Schüler eines großen Heiligen… Ich möchte, dass du hier ein Kloster für mich baust“.Vater Simeon verstand, dass es um einen Schüler des hl. Sawwa von Serbien ging, dessen Reliquien die Mönche vor den Türken versteckt hatten, damit sie sie nicht entweihten, wie es in der serbischen Geschichte zur Zeit des osmanischen Jochs geschah.

Der ehrwürdige Simeon entschied, dem jungen Petko zu helfen und errichtete am Rand des Dorfes Daibabe eine Kirche zu Ehren des Entschlafens der Allheiligen Gottesgebärerin, die im Jahr 1897 geweiht wurde und ihrer Architektur an ein Höhlenkloster erinnert.Der Ehrwürdige gab sich hier der geistlichen Askese hin und wurde vom Herrn der Gabe der Hellsichtigkeit gewürdigt; er las in den Seelen der Menschen und vermochte sie so zu einem Leben nach dem Evangelium Christi zu führen. Durch sein Gebet heilte er Kranke und befreite sie von schweren Versuchungen.

„Eine Stadt kann nicht verborgen bleiben, die auf der Höhe des Berges liegt“ (Mt 5,14), uns so kamen viele zu dem an Tugenden reichen Gerechten, baten um Rat und suchten das geistliche Gespräch, darunter auch Besucher aus dem Ausland. Das Volk liebte und verehrte Altvater Simeon sehr, wie auch die bekannten serbischen Asketen jener Zeit.  hl. Nikolai (Velmirovic) nannte den Ehrwürdigen einen „heiligen Mönch“, und Abbas Justin (Popovic) schrieb 1937, als er das erste Mal Daibabe besucht hatte, dass er „des rührenden Anblicks dieses großen serbischen Abbas gewürdigt worden sei“.

Im Jahr 1996 wurden die Reliquien des ehrwürdigen Simeon erhoben und ruhen seitdem in einem Schrein in der Tiefe der Höhle, den Pilgern für die Verehrung zugänglich.

 

„Aus der Schatzkammer der Lehren des Altvaters“

  1. Gott offenbart sich einem reinen Herzen. Die Natur spricht wie ein offenes Buch ständig von Gott.
  2. Gott spiegelt sich in der Natur wider, wie der Mensch in klarem Wasser.
  3. Eine Apotheke macht manchmal zu, aber die göttliche Barmherzigkeit – niemals.
  4. Gott wartet auf die Umkehr des Sünders bis zu seinem Tod.
  5. Wenn es keinen Schnee gäbe, wären Schlitten unnütz; und wenn es kein ewiges Leben gäbe, hätte der Mensch keine Bestimmung.
  6. Der Mensch legt die Herrlichkeit Gottes aus und ist ein Vermittler zwischen Gott und der Natur, wenn er geläutert und gerecht ist.
  7. Jeder Mensch empfängt von Gott eine gewisse Gabe, durch die er auf den Weg der Rettung geleitet wird.
  8. Die menschliche Lebensspanne ist kurz wie ein Tag, und dann tritt der Tod ein wie die tiefe Nacht. Lebe deshalb aufrichtig und bewahre dich vor der Sünde, solange der Tag deines Lebens währt, denn wenn die Nacht deines Todes kommt, wird es bereits zu spät sein.
  9. Es gibt Menschen, die in dieser Welt unbemerkt leben und ihre Tugenden verbergen. Aber es kommt sie Stunde, da ihre Taten offenbar und sie in Ewigkeit verherrlicht werden.
  10. Die Wahrheit gehört zum Menschen, und selbst zu dem, der oft gegen die Wahrheit handelt, denn es gefällt ihm nicht, wenn er merkt, dass er betrogen wurde.
  11. Der Heilige Geist erleuchtet das All. Er erleuchtet auch dich und hält sich in dir auf, wenn du Ihm gehorsam bist mit einem reinen Herzen, in dem das Feuer der Liebe jede Sünde verbrannt hat.
  12. Der Reisende, der auf ein Schiff möchte, braucht eine Fahrkarte, und der Christ, der in den Himmel kommen will, braucht ein reines Herz.
  13. Ein dichter Wald ziert jedes Kloster, und ein reines Herz erfreut Gott.
  14. Einen Ring kann auch tragen, wer nicht verheiratet ist, und heilig leben der, der kein Mönch ist.
  15. Versuche nicht, bei einer Schlange Beine zu entdecken, und mach dir keine Hoffnungen, das Paradies ohne Mühen und Anfechtungen zu erlangen.
  16. Dem Ölbaum ist das Seeklima angenehm, und der Seele eine gottesfürchtige Gesellschaft.
  17. Bei Regen braucht man einen Schirm, die Seele braucht die Demut. Einen Schirm kann man für Geld kaufen, die Demut durch die Erkenntnis seiner selbst.
  18. Wie du den Leib umsorgst und kleidest, damit er lebt, so auch die Seele. Sie ist hungrig und nackt, wenn sie keine guten Taten und keinen reinen Glauben hat. Über eine solch schwache Seele fallen leicht böse Geister her.
  19. In den Krieg zieht man nicht ohne Blei und Pulver, und christlich lebt man nicht ohne Glauben und gute Taten.
  20. Wo es kräftige Bienen gibt, flieht vor ihnen die Spinne, und wo der Glaube stark ist, haben es die bösen Geister schwer, anzugreifen.
  21. Ein Kleinkind weint, wenn die Mutter es wäscht, der Kleingläubige aber murrt gegen Gott, wenn ihm ein Unglück zustößt, das die Seele reinigt wie Wasser das Gesicht.
  22. Der Schneider braucht Nadel und Faden zum Nähen, und der Mensch Glauben und Liebe zur Rettung.
  23. Ruhig ist das Meer, wenn es windstill ist, und das Gewissen des Menschen, wenn er das tut, was er kann.
  24. Wer schlecht sieht, mag eine Brille nehmen, und wer die Heilige Schrift verstehen möchte, der möchte zum Glauben auch Demut haben.
  25. Mit einem Schlüssel schließt man eine Tür auf, und mit der Barmherzigkeit erlangt man das ewige Leben.
  26. In eine Stadt kann man von verschiedenen Seiten gelangen, und in das Himmelreich mit unterschiedlichen Tugenden: wenn du es nicht mit dem Reichtum vermagst, wie Abraham, dann durch die Armut, wie Lazarus.
  27. Wer nachts mit einer Lampe geht, leuchtet sich und anderen, und wer Gutes tut, rettet sich und den anderen.
  28. Das geschorene Schaf soll mehr vor Unwetter geschützt werden, und der schwache Sünder vor strenger Verurteilung.
  29. Wie in den Kirchturm der Blitz einschlagen kann, so kann auch den Gerechten ein Unglück treffen.
  30. Wo es keinen Lehrer gibt, missraten die Kinder, und wo es keine Gottesfurcht gibt, herrscht das Laster.
  31. Der Schnee schmilzt durch die Wärme, und das Herz verdirbt durch schlechte Gespräche.
  32. Man muss die Freude erfahren, die dir das Leiden beim freiwilligen Tragen des Kreuzes bringt. Wenn du leidest, wie Lazarus im Evangelium, und Krankheit und Unglück ohne Murren erträgst, so wisse, dass du deiner Seele ein großes Gut verschaffst.
  33. Bei der Post braucht es eine Marke für den Brief, und beim Gebet – Frieden mit allen. Sonst wird der Brief auf der Post nicht angenommen, und das Gebet wird Gott nicht wohlgefällig sein.
  34. Unterbrich einen Menschen nicht beim Reden, und denk beim Gebet an nichts anderes, denn das ist taktlos und sündig.
  35. Fordere von Gott keine Wunder, denn Er weiß, wann Er sie dir schenkt.
  36. Wahre Wunder haben den großen Nutzen, den Glauben zu stärken, Scheinwunder schaden dem Glauben und der Rettung.

                                                                                     P. Georgij Maximow, P. Thomas Diez

 

Liturgie in deutscher Sprache am Sonntag, den 7.2.2021, dem Patronatsfest der Kathedralkirche

Am Sonntag, den 7. Februar feiert die Gemeinde der Kathedrale zu Ehren der heiligen Neumärtyrer und Bekenner Russlands ihr Patronatsfest. Es ist noch möglich, sich zur Frühliturgie in deutscher Sprache um 7:20 Uhr auf der Seite der Kathedrale (sobor.de) anzumelden.

Unter den Neumärtyrern und Bekennern Russlands versteht man jene Christen, die der 72 Jahre währenden atheistischen Ideologie des Kommunismus zum Opfer fielen. Zehntausende orthodoxer Christen wurden aufgrund ihres standhaften Glaubensbekenntnisses durch die Sowjets hingerichtet, allen voran die Angehörigen des geistlichen Standes. Selbst die Christenverfolgungen der Antike stellte diese Entfesselung dämonischer Kräfte in den Schatten. Einen sinnlosen Aufstand gegen den Allmächtigen Schöpfer führend, hatte sich die Sowjetmacht gerade die Kirche als Hauptfeind auserkoren! Christen wurden willkürlich zu Volksfeinden erklärt. Doch die Neumärtyrer gaben in den Verhören an, dass sie Gott dienten, und nicht gegen die staatliche Gewalt kämpfen; dass sie sich nie von Gott lossagen würden, denn Er war ihr Sinn und ihr Leben. Ihre Kraft schöpften sie aus dem heiligen Kelch. Aus den Händen der Neumärtyrer haben die Gläubigen die Praxis der häufigen Kommunion empfangen, denn vor der Oktoberrevolution war der einmalige jährliche Empfang der heiligen Gaben weit verbreitet. Zur Sowjetzeit nutzte das gläubige Volk jede Gelegenheit, zum Kelch hinzuzutreten, da es verstand, dass man nicht mit seinen eigenen Kräften, ohne Gott, gegen den Teufel kämpfen konnte, der sich gegen die Christen erhoben hatte.

Die Neumärtyrer und Bekenner Russlands haben den Kommunismus besiegt, mit ihrem Blut, durch ihr lebendiges Zeugnis, dass Christus von den Toten auferstanden ist und den Tod vernichtet hat. Sie haben Christus die Treue bis in den Tod bewahrt – sogar gegen ihr eigenes Volk – und den Grund gelegt für das Aufblühen des orthodoxen Glaubens und der Kirche in Russland in unserer Zeit.

 

TROPARION, 4. TON:

Ihr Blumen der russischen geistlichen Wiese, /

wunderbar blühtet ihr auf in den Jahren schwerer Verfolgung, /

zahllose Neumärtyrer und Bekenner /

Hierarchen, Leidensdulder von Zarengeschlecht und Hirten /

Mönche und Laien, Männer, Frauen und Kinder, /

die ihr Christus in Geduld gute Frucht dargebracht, /

betet zu Ihm, der euch eingepflanzt, /

auf dass Er Sein Volk von den Gottlosen und Bösen befreie, /

und die Russische Kirche festige /

durch euer Leiden und Blut //

zur Errettung unserer Seelen.

 

 

Neue Veröffentlichung: Vom Buddhismus zum Christentum

Unter der Rubrik „Mission“ auf dieser Seite ist die bewegende Erzählung des Amerikaners Nilus Stryker: „Durch das östliche Tor – das Licht, das meinen Namen kannte“ erschienen. Der Autor beschreibt seine Entdeckung des orthodoxen Christentums, als er noch praktizierender Buddhist war. Ein sehr authentisches Zeugnis, lesenswert und nützlich für alle, die sich von fernöstlichen Religionen angezogen fühlen, ohne ihre eigenen christlichen Wurzeln zu kennen!

 

Zusätzliche Gottesdienste im Dezember 2020

Auch dieses Jahr feiern wir das Hochfest des Einzugs der Gottesmutter in den Tempel mit dem Segen von Bischof Sofian von Kronstadt in der rumänisch-orthodoxen Siluankapelle. Es wird keine Vigil geben, dafür den Morgengottesdienst am Festtag selbst, Freitag, den 4.12.2020 (s. auch „Gottesdienste“).

Die Siluankapelle ist in 7 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof zu erreichen. Am Morgen vor Beginn der Ladenöffnungszeiten lässt sich i.d. Regel aber auch ein Parkplatz finden.

Am 18./19. Dezember (Fr./Sa.) feiern wir in der Ludwigsfelder Michaelskirche den Gedenktag des heiligen Nikolaus von Myra.

 

Lasst uns die hll. Neumärtyrer Elisabeth und Barbara verehren!

Die Gottesdienste werden nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Michaelskirche gehalten, sondern nur im russisch-orthodoxen Frauenkloster zu Ehren der heiligen Elisabeth (in kirchenslawischer Sprache), das damit sein Patronatsfest begeht.

Die hl. Elisabeth war eine Prinzessin des Hauses Darmstadt, die ältere Schwester der letzten russischen Zarin Alexandra Fjodorowna und wurde im Jahr 1918 gemeinsam mit ihrer Zellendienerin, der Nonne Barbara, auf Veranlassung der Sowjetmacht ermordet. Im Jahr 2021 fällt das Fest der hl. Elisabeth auf einen Sonntag, und wird dann mit Gottes Hilfe in der Apostel-Thomas Gemeinde in deutscher Sprache in gefeiert werden können. Die Adresse des Frauenklosters: Buchendorf (Gauting), Forstenrieder-Park-Str. 2

Freitag, der 17.7., 18:00 Uhr  –  Vigil

Samstag, der 18.7., 6:30 Uhr  –  Einzug des Bischofs in die Kirche, 7:00 Uhr  –  Göttliche Liturgie. Voraussichtlich bewirtet die Schwesternschaft danach die Gläubigen und Pilger.