Archimandrit Warsonofiusz Doroszkiewicz
DER KAISER UND DAS DOGMA
Filioquistische Tendenzen im Kaiserreich Karls des Großen im 8.–9. Jahrhundert
Verlag der Universität Białystok (Polen), 2014
Vorwort
Dies ist meine persönliche Überzeugung: Jedes Mal,
wenn ich die ursprünglichen Tatsachen und
Dokumente der Kirche studierte, entdeckte ich etwas
völlig anderes als das, was man mich zu glauben
gelehrt hatte.
P. Yves Congar¹
In diesem Jahr sind 1700 Jahre seit der Verkündung des Mailänder Edikts vergangen. Dank dieses Edikts erhielt das seit drei Jahrhunderten verfolgte Christentum die Möglichkeit, im heidnischen Römischen Reich frei und ungehindert zu wirken. Architekt dieses historischen Aktes war der römische Kaiser Konstantin der Große, dem die Kirche posthum den Titel ισποστολος, d.h. Apostelgleicher verlieh.
Kurz vor diesen großen historischen Ereignissen ereignete sich ein unerwarteter Vorfall, der unmittelbar mit der Person Kaiser Konstantins verbunden war. Vor der Schlacht gegen Maxentius an der Milvischen Brücke im Jahr 312 erschien ihm am Himmel ein Kreuz mit der Aufschrift: In hoc signo vinces – in diesem Zeichen wirst du siegen. Von diesem Ereignis tief bewegt, erließ Konstantin im Jahr 313 in Mailand ein religiöses Toleranzedikt für alle Religionen des Reiches. Mit der Verkündung dieses Dokuments endete die Zeit der Konfrontation zwischen dem verfolgten Christentum und dem heidnischen Römischen Reich. Das Christentum erhielt gleichberechtigt mit den anderen Religionen des Imperiums den Status einer geduldeten Religion. Dadurch erhielt es die Möglichkeit, sich innerhalb von siebzig Jahren den Weg zur Stellung einer privilegierten Religion zu bahnen. Kaiser Konstantin glaubte zutiefst, dass der neue Glaube, der zum Sieg über die Feinde geführt hatte, den Römischen Vielvölkerstaat heilen und festigen werde – nach dem Grundsatz: eine Religion, ein Kaiser, ein Reich. Leider erwies sich diese Annahme, wie wir aus der Geschichte wissen, als allzu idealistisch, um in vollem Umfang Wirklichkeit werden zu können. Bald kam es neben den dogmatischen Streitigkeiten und Spaltungen auch zu ethnisch-politischen Teilungen. Bereits im 5. Jahrhundert, zusammen mit der offiziellen Anerkennung des rechtgläubigen Christentums durch Kaiser Theodosius den Großen, beobachten wir Ansätze dafür, dass dogmatische Unterschiede im Osten für das in Gang kommen zentrifugaler ethnischer Tendenzen ausgenützt werden. So verwandelten sich beispielsweise der Nestorianismus und der Monophysitismus, die ursprünglich einen rein dogmatischen Charakter besaßen, in ethnische Bewegungen, die sich schließlich vom Oströmischen Reich abspalteten – etwa die Äthiopier und die Armenier³. Im Westen bildeten – abgesehen von den spezifischen Unterschieden, die zwischen dem griechischen Osten und dem lateinischen Westen bestanden – die dogmatischen Auseinandersetzungen um das Filioque die zentrale Frage. Diese erschienen zunächst nicht als ein Problem zwischen den Patriarchen von Konstantinopel und Rom, sondern als ein Konflikt zwischen den einfallenden Franken und den Römern im Osten und im Westen 4 . Der Streit zwischen den Franken und den Weströmern dauerte praktisch bereits seit dem 8. Jahrhundert an⁵. Wir kennen konkrete Fakten, die belegen, dass die Ursachen dieses Streits in der Verurteilung der Oströmer durch den Frankenkönig Karl den Großen lagen, der in ihnen Häretiker sah. Diese gehörten größtenteils den östlichen Patriarchaten an, dazu verurteilt, lediglich „Griechen“ zu sein – also ein zweitrangiges Volk, schlechter als die Franken, die sich durchaus bewusst waren, niemals echte römische Lateiner gewesen zu sein, sondern lediglich latinisierte Nachkommen germanisch-fränkischer Barbaren. Auch ihre Begegnung mit der lateinischen Kultur und dem Christentum im 6. und 7. Jahrhundert stellte eine erhebliche Herausforderung für sie dar. Als daher der Frankenkönig Karl der Große die Oströmer zu „Griechen“ abstempelte, begann er zugleich, nach einem Vorwand für eine Auseinandersetzung zu suchen, die die Überlegenheit der fränkischen Rasse gegenüber der griechischen 6 Rasse beweisen sollte. Er fand diesen Vorwand in der Person des großen lateinischen Kirchenlehrers des Westens, des seligen Augustinus, den er als Schlüssel zur Lösung theologischer Fragen – insbesondere im Zusammenhang mit dem 1. und 2. Ökumenischen Konzil – benutzte. Gestützt auf die altrömische Maxime divide et impera – „teile und herrsche“ – förderten die Franken bewusst die filioquistische Theologie des seligen Augustinus und riefen so dogmatische Differenzen hervor, um sowohl die nationale als auch die kirchliche Einheit des römischen Volkes zu untergraben und zu zerstören. Ihr Ziel war es, die unter ihrer barbarischen Herrschaft lebenden westlichen lateinischen Römer, die zu jener Zeit noch in Kirchengemeinschaft mit Konstantinopel standen, ein für alle Mal von den Oströmern zu trennen 7 . Als Folge dieser Spaltungen entstanden zwei unterschiedliche christliche Zivilisationen: die östliche, die der alten eucharistischen Ekklesiologie und der Idee der Konziliarität der Kirche treu blieb, und die westliche, die auf dem theologisch-philosophischen Denken des heiligen Augustinus, auf der Scholastik sowie auf der Zentralisierung des gesamten kirchlichen Lebens um die Person des Bischofs von Rom als Nachfolger des heiligen Petrus und Stellvertreter Jesu Christi auf Erden beruhte. Aus der Geschichte wissen wir, dass der Zerfall des Römischen Reiches in drei Phasen vonstattenging: im 5. Jahrhundert durch fränkisch- germanische Stämme, später durch die muslimischen Araber und schließlich durch die muslimischen Türken. Infolge der Invasion nördlicher Barbaren in die südwestlichen Gebiete des Römischen Reiches verschwanden die westlichen römisch-orthodoxen kirchlichen Strukturen allmählich aus dessen westeuropäischem Teil, d. h. sie wurden von Karl dem Großen und seinen königlichen Nachkommen gewaltsam in die neuen fränkisch-feudalen pyramidenförmigen Strukturen hineingezwängt. Darüber hinaus demütigten die barbarischen Franken, als sie in die römische Kirche im Westen eindrangen, die Päpste römischer Herkunft und entzogen ihnen die Möglichkeit, die Kirche verantwortungsvoll zu leiten. Zudem nutzten sie die westliche Kirche mit List dazu, das römische Volk zu unterdrücken, zu demütigen und seiner nationalen Identität zu berauben. Als das Reich Karls des Großen sich seinem Niedergang zuneigte, begannen Bischöfe an der Spitze der kirchlichen Pyramide die päpstliche Macht nach dem Vorbild des fränkischen Königs an sich zu nehmen, allerdings bereits Bischöfe fränkischer Herkunft. Dabei betonten sie nicht nur den ekklesialen Aspekt ihres Dienstes, sondern auch dessen zutiefst politische Dimension⁸. Die höchste Form der politischen Entwicklung dieses Prozesses erreichte das Papsttum während des Pontifikats Innozenz’ III., der als einer der herausragendsten und hinsichtlich seiner politischen Macht einflussreichsten Päpste gilt. Er vertrat die theokratische Auffassung, der zufolge er als Statthalter und Vikar Christi auf Erden zu gelten habe, als Nachfolger Petri, als Gesalbter Gottes und als zwischen Himmel und Erde eingesetzter Stellvertreter Christi, dem alle Menschen und insbesondere die weltliche Macht grenzenlose Unterwerfung und Gehorsam schuldeten. Die weltliche Macht ist nach Auffassung Innozenz’ III. nur ein Ausschnitt und Widerschein der päpstlichen Macht über die Welt⁹. Das Kardinalskollegium war seiner Auffassung nach lediglich ein Gefolge von Leviten¹⁰. Diese Theorie wurde vom Ersten Vatikanischen Konzil als ein für das Heil notwendiges Dogma verkündet.
Im Osten hingegen blieben die alten kirchlichen Strukturen – dank der Tatsache,
dass die muslimischen Eroberer nicht zum Christentum übertraten und folglich keine
kirchlichen Würden übernehmen konnten – bis in die Neuzeit hinein unverändert
erhalten, und zwar in den Patriarchaten von Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien
und Jerusalem. Nach dem Fall von Konstantinopel wurden die Bischöfe zu Statthaltern
der besiegten Römer und setzten das römische Recht im Namen des Kaisers von
Konstantinopel durch¹¹. Während der Zeit des Ikonoklasmus und des
Postikonoklasmus wurde die Frage des Filioque zu einem ernsten Problem. Einige
Synoden, die in Westeuropa stattfanden, erhoben das Filioque zu einem
heilsnotwendigen Dogma, wobei sie sich ausschließlich auf die theologische Tradition
des seligen Augustinus stützten. Im 7. Jahrhundert wurde in Spanien auf einer
Synode von Toledo dem nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis
hinzugefügt, dass der Heilige Geist nicht nur vom Vater, sondern auch vom Sohn
ausgehe. Bald gewann dieser Zusatz große Popularität im westlichen, von den
Franken besetzten Teil des Römischen Reiches. Diese verkündeten, der aus der
Theologie des sel. Augustinus stammende Zusatz des Filioque erkläre das Geheimnis
der Heiligen Dreieinigkeit besser, als es die östlichen Väter der ungeteilten Kirche und
die Ökumenischen Konzilien getan hätten. Im 8. Jahrhundert war dieser Zusatz
praktisch bereits in allen Kirchen des fränkischen Europas in Gebrauch. Karl der Große
weigerte sich, die dogmatischen Entscheidungen des 7. Ökumenischen Konzils (787)
anzuerkennen, weil sie die orthodoxe Nizäno-konstantinopolitanische Form des
Glaubensbekenntnisses, die dogmatische Bestimmung des Begriffs der Ikone sowie
die von der Gesamtkirche traditionell angenommenen Formulierungen hinsichtlich des
Dogmas der Heiligen Dreieinigkeit enthielten. Er berief seine fränkischen Theologen
Theodulf von Orléans, Paulinus von Aquileia und Alkuin, damit sie Gründe fänden, den
christlichen Osten der Häresie anzuklagen. Die oben genannten Theologen verfassten
die sogenannten Libri Carolini, die der Kaiser an Papst Leo III. sandte, um seine
ablehnende Haltung gegenüber den dogmatischen Beschlüssen des 7. Ökumenischen
Konzils zu rechtfertigen. Ihre filioquistische Theologie war nicht nur der erste Versuch
einer wissenschaftlichen Legitimierung des Filioque, sondern wurde auch im vollen
Bewusstsein der Opposition gegen das Papsttum erarbeitet. Der Apostolische Stuhl
widerstand mit Würde den Erpressungen der Franken, die darauf abzielten, ihm die
Annahme des Filioque abzunötigen. Unter den vielen anerkennenswerten heroischen
Gestalten dieser Zeit verdienen zwei herausragende Päpste besondere
Aufmerksamkeit und Achtung: Leo III., der aus Furcht um sein eigenes Leben das
Filioque zwar billigte, sich aber kategorisch seiner Einführung in das Nizäno- Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis widersetzte, sowie der aus einer alten
aristokratischen römischen Familie stammende Papst Hadrian II., der in die Fußstapfen
seines Vorgängers trat und „grünes Licht“ für die Verkündigung des Evangeliums unter
unseren slawischen Vorfahren gab. Erst der Römer Papst Nikolaus I. erlaubte im Jahr
866, als er die fränkische Mission in Bulgarien förderte, offiziell den Gebrauch des
Filioque in der dortigen Liturgie. Die Tatsache, dass sich das Filioque Konstantinopel
näherte, alarmierte dessen theologische Kreise, unter denen sich als herausragendste
Gestalt der geniale Professor der dortigen Universität, Patriarch Photios¹³, erwies.
Dieser bedeutende Hierarch, der Bulgarien als seinem Jurisdiktionsbereich zugehörig
betrachtete, war der erste östliche Theologe, der das Filioque als Häresie bezeichnete
und diesen Zusatz aus theologischer Sicht äußerst negativ bewertete. Er sah darin
verheerende Folgen nicht nur für die Theologie, sondern für die gesamte westliche
Zivilisation voraus. Es ist mir gelungen, an die Dokumente der fränkischen Synoden im
Westen, die das Filioque sanktioniert hatten, sowie an die Korrespondenz zwischen
den Franken, dem Papsttum und Konstantinopel zu diesem Thema zu gelangen. […]
Es ist mir ebenfalls gelungen, die Originaldokumente der für das Thema wichtigsten
Synode von 879/880 einzusehen, in denen schriftlich bestätigt wird, dass neben dem
Patriarchen von Konstantinopel und den übrigen Ostkirchen auch der Apostolische
Stuhl in der Person des Papstes Johannes VIII. amtlich und unfehlbar das Anathema
über jeden ausspricht, der es wagt, dem Nizäno-Konstantinopolitanum irgendetwas
hinzuzufügen¹⁴. Im zweiten Teil, dem ich einen chronologischen Charakter gegeben
habe, wird die antifilioquistische Haltung sowie die Korrespondenz des Patriarchen von
Konstantinopel Photios dargestellt, in der er den Westen sehr eindeutig warnte, dass
die Einführung des Filioque in Liturgie und Theologie zu einer triadologischen
Unordnung in der Dogmatik führen, die Theologie ihrer mystisch-eschatologischen
Dimension berauben und – was am wichtigsten ist – die für das Christentum zentrale
Idee der Vergöttlichung (Theosis) zerstören werde, mit der Folge, dass sich das
Christentum leicht in ein System christlicher Werte verwandeln werde, die bei einem
falschen Demokratieverständnis jederzeit ohne Zwang oder gewaltsam durch andere
religiöse oder sogenannte humanitäre Werte ersetzt werden können. Im Schlussteil
habe ich den Versuch einer gewissen dogmatisch-historischen Bewertung des
Problems unternommen, wobei ich mich vor allem auf die kritischen Stellungnahmen
bedeutender zeitgenössischer orthodoxer Theologen zu diesem Thema gestützt habe.
Ich möchte Seiner Eminenz Metropolit Sawa dafür danken, dass er den Text gelesen
und wertvolle inhaltliche Anmerkungen hinzugefügt hat. Ich möchte an dieser Stelle
meinen Gutachtern und allen danken, die mich bei der Arbeit unterstützt haben –
insbesondere Prof. Henryk Paprocki, Prof. Antoni Mironowicz und vor allem meinem
engen Freund aus der Studienzeit, dem Dozenten für Patristik am Institut Saint-Serge
in Paris, Prof. Joost van Rossum. Ebenso danke ich Herrn Prof. Jean-Claude Larchet,
der mir während seines letzten Besuchs in Polen anlässlich der Vorstellung seines
Buches einige wertvolle Ratschläge zu Änderungen an meiner Arbeit gab. […].
Dieses Buch widme ich dem S’chiarchimandriten Kyrill sowie allen Mönchen des
Kellions Burazeri auf dem heiligen Berg Athos zum Dank für ihre Gebete und ihre
geistliche Unterstützung.
Der Autor
Anmerkungen
¹ P. Y. Congar, Mönch und Teilnehmer am Zweiten Vatikanischen Konzil, gehört zu
den bedeutendsten römisch-katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Er gehörte
außerdem zu einer Gruppe zeitgenössischer französischer Theologen, die an einer
Rückkehr zu den Quellen, das heißt zu den Kirchenvätern, arbeiteten. Das Ergebnis
ihrer schöpferischen Arbeit ist die hervorragende Ausgabe der Texte der Kirchenväter
mit paralleler französischer Übersetzung – Sources Chretiennes.
² „Ich, Kaiser Konstantin, und ich, Kaiser Licinius, haben alles abgewogen, was dem
Staat nützt und ihm dient, und beschlossen, den Christen und allen anderen die freie
Wahl zu lassen, welchen Gott sie bekennen und verehren wollen, damit die Gottheit
und das himmlische Wesen, wer auch immer es sein mag, uns gnädig sein möge […],
darüber hinaus ordnen wir in Bezug auf die Christen an, dass ihnen alle
Räumlichkeiten, in denen sie sich zuvor zu versammeln pflegten, unentgeltlich und
unverzüglich zurückgegeben werden“. W. Doroszkiewicz, Dzieje Wschodnich Rzymian
(Die Geschichte der Oströmer), Białystok 2012, S. 17 [in polnischer Sprache].
³ R. G. Roberson, „The Eastern Christian Churches: A Brief Survey“, 1995, [S. 34–48,
poln. Ausgabe].
⁴ Zum Umfang der theologischen Frage in ihrem historischen Kontext, siehe J.N.
Karmiris, Ἡ δογματικὴ καὶ συμβολικὴ θεολογία τῆς Ὀρθοδόξου Ἐκκλησίας, Bd. 1,
Thessaloniki 1973, S. 325; J. Pelikan, The Spirit of Eastern Christendom (600–1700),
[S. 216–234, poln. Ausgabe].
⁵ Im 7. Jahrhundert fanden die ersten bedeutenden Synoden statt, die von den Franken
einberufen wurden, um das Filioque zu sanktionieren und als Zusatz zum Nizäno-
Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis einzuführen. Der Heilige Stuhl
widersetzte sich dem entschieden und protestierte.
⁶ In Byzanz wurden Heiden, heidnische griechische Philosophen und Gelehrte als
„Griechen“ bezeichnet. Die Bürger aller Schichten bezeichneten sich dagegen als
Römer oder einfach als Christen.
⁷ Diese historisch-dogmatische Studie ist gewissermaßen eine Ergänzung und eine
Erläuterung des dreizehnten Kapitels meines Buches „Die Geschichte der Oströmer“.
⁸ Der letzte Papst römischer Herkunft war Johannes VIII.
⁹ Die theoretischen Grundlagen für die Stärkung der Rolle des Papsttums schuf
Thomas von Aquin. Die Kritik am Papsttum wurde zur Quelle der größten
Erschütterung im Katholizismus – der von Martin Luther eingeleiteten Reformation. Das
Papsttum verfügt über die Römische Kurie, die zugleich für staatliche und kirchliche
beziehungsweise apostolische Angelegenheiten zuständig ist.
¹⁰ R. K. Emmerson, Key Figures in Medieval Europe, London–New York, S. 229.
¹¹ S. Runciman, The Great Church in Captivity, 1968, S. 39 [poln. Ausgabe].
¹³ Patriarch Photios besaß ein derart umfangreiches enzyklopädisches Wissen, dass er
gemeinsam mit dem genialen Mathematiker Leon junge Menschen aus dem gesamten
Nahen Osten an die Universität von Konstantinopel zog. Zu seinen Schülern gehörten
auch die heiligen Kyrill und Method.
¹⁴ Mansi VIII, 520.
